Versicherungen und Rente: wozu überhaupt?

Viele Menschen haben das Gefühl, dass Versicherungen in vielen Fällen überflüssig sind oder sie wollen gerade in jungen Jahren nichts vom Thema Altersvorsorge hören. Dabei ist ein gewisser Mindestschutz unerlässlich. Vor allem Menschen mit geringerem Einkommen fällt es zwar schwer, Geld für die Vorsorge und für Versicherungspolicen zur Seite zu legen, aber gerade Geringverdiener brauchen einen grundlegenden Schutz, damit sie im Ernstfall nicht vor dem finanziellen Ruin stehen. Zu den wichtigsten Versicherungen zählt in jedem Fall die Haftpflichtversicherung. Sie zahlt immer dann, wenn der Versicherte einer anderen Person oder deren Besitz einen Schaden zugefügt hat. Solche Situationen, in denen der Versicherte einem anderen schadet, ohne es zu wollen, entstehen meistens aus dem normalen Alltag heraus. Nun muss aber derjenige, der den Schaden verursacht hat, für die Regulierung aufkommen und haftet dabei mit seinem jetzigen und seinem künftigen Vermögen. Allein schon aus diesem Grund kann eigentlich niemand auf diese Versicherung verzichten. Zudem können sehr hohe Schadensersatzansprüche im Millionenbereich entstehen, wenn der Versicherte zum Beispiel eine andere Person schwer verletzt hat. Im Vergleich dazu fallen die Kosten für eine Haftpflichtversicherung sehr gering aus, meistens ist eine solche Versicherung schon für weniger als hundert Euro im Jahr zu haben. Eine Krankenversicherung haben in Deutschland zum Glück die meisten Bürger abgeschlossen und inzwischen ist es auch gar nicht mehr erlaubt, keine Krankenversicherung zu haben. Daneben ist die Berufsunfähigkeitsversicherung sehr wichtig. Wenn der Versicherte wegen einer Krankheit oder nach einem Unfall nicht mehr arbeiten kann, zahlt sie eine monatliche Rente, die hilft, den Lebensstandard zu sichern. Leider ist diese Versicherung aber ein wenig teurer. Wie viel sie kostet, hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel von dem ausgeübten Beruf, dem Gesundheitszustand und dem Alter. Gerade bei Familien, in denen einer der Partner den Großteil des Einkommens erzielt, ist außerdem eine Risikolebensversicherung ratsam. Auch auf die private Altersvorsorge sollte niemand verzichten, denn die staatliche Rente wird in Zukunft nicht mehr reichen, um den gewohnten Lebensstandard zu sichern. Wer früh genug mit dem Sparen für sein Alter anfängt, der muss pro Monat auch gar nicht viel Geld einzahlen, um bis zum Renteneintritt eine ausreichende Summe angespart zu haben, die dann als monatliche Rente ausgezahlt wird. Neben altbewährten Vorsorgeprodukten wie Lebensversicherungen oder Fondssparplänen und der bekannten Riesterrente mit staatlichen Zuschüssen, die inzwischen schon Millionen von Deutschen abgeschlossen haben, gibt es auch noch die Rüruprente als zweite staatlich geförderte Variante. Von der Altersvorsorge nach Rürup profitieren besonders Selbstständige und Freiberufler, die keine Riester-Rente abschließen können, gleichzeitig aber auch Personen mit hohem Einkommen und dementsprechend hoher Steuerlast. Bei der Rürup Rente können die Ausgaben für die Altersvorsorge steuerlich geltend gemacht werden, so dass der Sparer nicht nur seine Steuerlast senken kann, sondern auf diese Weise auch beim Aufbau einer privaten Altersvorsorge unterstützt wird.